logbook 2015

Ostsee-Reise   Baltic Sea voyage

 

19. September 2015 - Saturday

05:15 Uhr grau bedeckt Nieseln NW 2-3 1020 hPa 11°C. Am frühen Vormittag fahren wir mit dem Auto los nach Stahlbrode. Dort hat sich  unser Nachbar Zbigniew ein neues kleines Zuhause besorgt.  Es liegt im Fischerort Stahlbrode direkt an der Ostsee. Von Zbigniews kleinem Zuhause sind es noch etwa 200 m zu Fuß, um den Strand der Ostsee zu erreichen. Von dort blickt man direkt zur Insel Rügen. Die ist mit einem Boot leicht und schnell zu erreichen. Das Bild links zeigt den alten Hafen von Stahlbrode. Hier kann man auch ein Boot mieten, um selbst zu fischen oder die Insel Rügen zu besuchen. Gleich daneben liegt ein neuer Yachthafen, der auch einen Zollanleger beherbergt. Zwischen den beiden Häfen kann man frischen Fisch, morgens Brötchen und die Zeitung erhalten. Jeden Tag gibt es frischen Fisch aus der Ostsee, der allerdings nicht zu den günstigen Angeboten zählt. Andere angebotene Fischsorten werden mit dem Auto angeliefert. Es gibt am Westende des alten Hafens und zwischen den Häfen die Möglichkeit, Getränke und Speisen zu sich zu nehmen.

05:30 o´clock grey overcast drizzle NW 2-3 1020 hPa 11°C. In the early morning we start to go to Stahlbrode by car. There our neighbour Zbigniew has got himself a small weekend house. It lies in the small town Stahlbrode directly at the Baltic Sea. From Zbigniew´s little home there are only 200 m left to reach the beach. There we take a look directly to the island of Rügen. The island is easy and quick to reach by boat. The picture left shows the old harbour of Stahlbrode. You can charter a small boat, to fish by yourself or to visit the island. Just beside there is the new yacht harbour, including a ponton for the German custom. Between both harbours you can get fresh fish, bread rolls and the newspaper every morning. Every day it is possible to get fresh fish out of the Baltic Sea, but it is not a cheap offer, however. Other offered kind of fish are delivered by a truck. There is at the west end of the old harbour and between the harbours the possibility to take food and drinks by itself.

20. September 2015 - Sunday

Bereits gestern Abend haben uns die in Ostfriesland zurückgelassenen Schauer eingeholt. Nun gibt es hier dicke Regenwolken, Regenbogen und regelmäßig Wasser von oben. Außerdem wird es kalt. In unserem gemietetem Ferienhaus, wenige Meter von Zbigniews Haus, gibt es keine Heizung. Wir können nur elektrisch heizen. Unser Haus ist nur zum Geldverdienen ausgelegt. Alles ist einfach und günstig eingerichtet. Bei den Wänden ist von innen alles dick verkleidet. Wir haben den Eindruck, das die in den Wänden vermutete Feuchtigkeit abgedeckt wurde. Ein leichter Geruch ist vorhanden. Wir sind die letzten Gäste in diesem Jahr. Danach wird das Haus ungeheizt dem Winter bis zum nächsten Saisonbeginn ausgesetzt. Wir verbringen den Tag damit die beiden Häfen und deren Angebote zu testen. Da es hier wieder ganz andere Tierarten als in Weener gibt, gibt es auch viel Neues für Loona zu entdecken.

Already last night the showers left behind in East Friesland have caught up us. Now here are thick rain clouds, rainbows and regularly water from above. Moreover, it gets cold. In our lease hold summer cottage, few metres of Zbigniews house, there is no heating. We can heat only electrically. Our house is laid out only for money making. Everythind is easy and furnished favourably. With the walls everything is dressed up from the inside thickly. We have the impression, which was covered the wetness supposed in the walls. A light smell exists. We are the last guests this year. Then the house is put out unheated to the winter up to the next start of the season. We spend the day with testing the offers of both harbours. Because there are here again quite different animal species than in Weener, there is also to discover a lot of new for Loona.

21. September 2015 - Monday

Am Morgen kommt dann doch wieder Sonnenschein. Loona wird sofort unternehmungslustig. Ungeduldig wartet sie in der Morgensonne auf das, was noch kommt. Wir wollen heute nach Stralsund, eine von Simone´s Lieblingsstädten hier. Wenn sich das Wetter hält, könnte es ein schöner Tag werden.

However, in the morning sunshine comes again. Loona becomes enterprising immediately. Impatiently she waits in the morning sun for what still comes. Today we want to go to Stralsund. One of Simone´s favorite towns here. If the good weather stays, it could become a nice day.

 

 

 

 

Stralsund ist etwa 15 km von Stahlbrode in nordwestlicher Richtung zu erreichen. Da das Wetter schön bleibt, lassen wir die Regenjacken im Auto. Hier im Hafen hat die Umweltschutzorganisation GREENPEACE, direkt vor dem Oceaneum, einen Infostand aufgebaut. Da kommen wir mit unserer Sea Shepherd - Kleidung gerade richtig. War doch der Gründer von Sea Shepherd, Paul Watson, einst auch der Mitbegründer von GREENPEACE. Das Oceaneum ist übrigens immer einen Besuch wert. Die in Originalgröße unter der Decke hängenden Walmodelle in einem abgedunkeltem Raum der farblich an tiefes blaues Meerwasser erinnert, sind ein Erlebnis! Der Hafenplatz selbst ist offen und hell. Sehr gut renoviert, findet man hier viele Möglichkeiten für den Besuch guter Gastronomie. Was man hier nicht ausreichend findet sind - Parkplätze. Die gibt es wenige Meter außerhalb des Hafenbereiches und nur gegen Bares. Irgendwie wird die Anzahl der Parkplätze auch weniger. Hier im Hafen finden wir auch die alte "Gorch Fock 1" wieder. Lange unter russsicher Führung, war das Schiff ziemlich heruntergekommen. Vor einigen Jahren kam es zurück nach Deutschland. Nun wird es hier liebevoll wieder hergerichtet. Der Erfolg kann sich sehen lassen. Natürlich kann man das Schiff auch besichtigen. Wir bummeln noch eine ganze Weile durch Stralsunds Straßen in der Nähe der Innenstadt und entdecken, nur noch versteckt, Zeitzeugen aus der Zeit der DDR. Etwa wie dieses bisher noch  nicht renovierte Haus oder diese kleine Grünanlage.

Stralsund is to be reached about 15 km from Stahlbrode in northwest direction. Because the weather remains good, we leave the rain jackets in the car. Here in the harbour the environmental protection organisation GREENPEACE has an information stand, directly in front of the OCEANEUM. There we come with our Sea Shepherd - clothes on time. The founder of Sea Shepherd, Paul Watson, was, nevertheless, also a co-founder of GREENPEACE before he left this organisation. By the way, the OCEANEUM is worth a visit always. Whale models, in actual size hanging under the ceiling in a darkened space in colour of deep sea water is an experience! The harbour place itself is open and bright. Very well renovated one can find here many possibilities of good catering trade. What one can´t find here enough are- parking places. There are some a few metres off the harbour area. But only for cash. Anyhow the number of parking places becomes less. Here in the harbour we find the old "Gorch Fock 1" again. A long time under russian command, the ship´s condition was very bad. A few years ago it came back to Germany. Now she gets repair. The success is worthy of notice. Of course one can visit the ship too. We still stroll while through the streets of Stralsund nearby the city centre and discover, only hidden, contemporary witnesses from the time of the GDR . Possibly this house renovated not yet up to now. or this little green arrangement.

Der Marktplatz von Stralsund. Alles ist sehr schön restauriert. Bei schönem Wetter findet man hier viele Möglichkeiten der Geselligkeit. Die Seitenstraßen zum Markt bieten viele Möglichkeiten des Einkaufs. Wir lassen uns Zeit und können dadurch den Sonnenuntergang im Hafen von Stralsund erleben.

The market place of Stralsund. Everything is restored very nicely. Here in nice weather one finds many possibilities of the sociability. The byroads to the market offer many possibilities of the purchase. We give time to ourselves and can thereby see the sundown in the harbour of Stralsund.

22. September 2015 - Tuesday

Bereits zeitig machen wir uns heute auf den Weg, das nahe Polen zu besuchen. Da Zbigniew mit seinem Wohnmobil nach Stahlbrode gekommen ist, haben wir dadurch ein sehr komfortables Reisefahrzeug. Auf Straßen geht es quer über die Insel Rügen nach Swinoujscie, einer polnischen Hafenstadt an der Ostsee. In Deutschland besser bekannt als Swinemünde. Die Strecke zur Grenze Polens ist nur eine Landstraße. Wir haben Glück, das wir hier zur Nachsaison fahren. In der Saison ist fast die ganze Strecke ein chronischer Stau. Wir fahren gleich durch bis in den Hafen von Swinoujscie. Hier finden wir dann auch einen Parkplatz für unser 7m langes Wohnmobil. Im Hafen treffen wir dann auf dieses "Segelschiff". Es ist ein reines Touristenschiff, das sogar fahren kann. Mit dieser Besegelung ist aber sicher nicht viel zu erreichen. Jetzt, in der Nachsaison, liegt das Schiff bereits still. Wir sehen uns den Hafen etwas näher an. Hier in Polen ist alles vorhanden wie in Deutschland. Trotzdem kommt man in eine andere Welt. Schon die Preise gehen nach dem Grenzübertritt weit runter. Hier findet Simone auch bald einen Laden, in dem sie günstig Zigaretten kaufen kann. Doch aufgepasst! Auch wenn auf den Packungen eine bekannte Marke draufsteht, heißt das noch lange nicht, das diese Zigaretten auch dort hergestellt wurden. Viele der Zigaretten werden in Lizenz hier in Osteuropa hergestellt. Ohne Garantie auf die gewohnten Inhalte. Da weiß man nicht unbedingt, was man dann raucht. In einem polnischen Restaurant essen wir dann typisch polnisches warmes Essen. Das ist durchaus nicht schlecht!

Today we get on the way early to visit Poland nearby. Because Zbigniew has come with his camper to Stahlbrode, we thereby have a very comfortable travel vehicle. On streets it goes straight across the island Rügen to Swinoujscie, a Polish port on the Baltic Sea. In Germany better known as Swinemünde. The way to the border of Poland are only country roads. We have luck to drive here to the off-season. During the season almost the whole distance is a chronic traffic jam. We immediately go by to the harbour of Swinoujscie. Here we find a parking place for our 7m long camper. Then, in the harbour, we meet this "sailing vessel". It is a pure tourist ship which can even drive. With this kind of sail technic, a good sailing is not so possible. Now, in the off-season, the ship is already closed. We have a look at the harbour a little closer. Here in Poland everything exists like in Germany. Nevertheless, one comes to another world. Already the prices here are much lower than in Germany. Here Simone soon finds a store in which she can buy cigarettes more cheaper. However, pay attention! Even if on the packets is a well known brand, that does not mean, that the cigarettes are the same quality, because many of the cigarettes are produced here in eastern Europe. Without a warranty of the known contents. You will not know exactly what you are smoking. Then in a Polish restaurant we eat a typically Polish warm meal. This is not bad at all.

Unser nächstes Ziel ist die Hafeneinfahrt nach Swinoujscie. Dazu müssen wir aus der Stadt heraus und uns in der Nähe des dortigen Strandes einen Parkplatz suchen. Hoch lebe die Nachsaison! Mit dem langen Wohnmobil ist das nicht so einfach. Da fällt auch gleich ein längerer Spaziergang für Loona im polnischen Sand ab. Mit den geliebten Stöcken für Loona ist hier nichts zu machen. Irgendjemand sammelt die anscheinend immer ein. Dafür gibt es auch schon mal frei laufende große und nette Hunde. Wir fahren bald weiter, denn wir wollen noch kurz in der Stadt einkaufen.

Our next designation is the harbour entrance of Swinoujscie. Therefor we leave the town und looking for a parking place at the beach near the entrance. Good off-season time. It is not so easy to find a place for that 7m mobile home. Than a longer walk with Loona in the Polish sand takes place. No chance to get any wooden sticks for her. It looks like anybody cleans the beach from her sticks. We cannot find only one. Therefor here are some free walking kind dogs to meet. We go on with our voyage soon, cause we want to go for short shopping in the town yet.

Kurz vor der Grenze und mitten in der Stadt parken wir unser Wohnmobil an einer Bushaltestelle. Zbigniew ist sich ganz sicher, das jetzt keine Busse mehr kommen. Wir belegen besser nur die halbe Haltestelle. Überall in der Stadt sind Kameras installiert, die das gesamte Verkehrsgeschehen und jeden (!) Verkehrsteilnehmer erfassen. Zu Fuß unerkannt durch die Stadt zu kommen ist anscheinend nur vermummt oder nachts möglich. Bei unserer Ankunft hatten wir einen Korbflechter gesehen. Den besuchen wir jetzt. Wir suchen einen Weidenkorb für Loona, der gut im Cockpit bei Seegang zu befestigen ist und Loona sicheren Halt gibt. Es dauert eine Weile, bis wir dem polnischen Händler klar gemacht haben, was wir brauchen. Er zeigt uns auch hilfsbereit und freundlich alles, was er zu bieten hat, aber ein passender Korb ist nicht dabei. Da ist nichts zu machen. Wir machen uns wieder auf den Heimweg. Das Wetter bleibt trocken und nach Einbruch der Dunkelheit sind wir wieder zurück in Stahlbrode.

Short before the border line and in the middle of the town we park our camper at a bus station. Zbigniew is sure that no busses will come now. We better use only the half of the bus station. Everywhere in town cameras are installed, which control the whole traffic situation and every(!) car and person around. To cross the town by feet unrecogniced is apparently only hooded or in the night possible. With our arrival we had seen a basket worker. Now we visit him. We search a wicker basket for Loona which is well to be fastened in the cockpit of our "pacifico" with swell and gives Loona a sure hold. It lasts for a while, until we explained the Polish trader what we need. He shows us helpful and friendly what he has, but we don´t find a suitable basket. We go on with our way home. The weather remains dry and shortly after the darkness fell we are back in Stahlbrode.

23. September 2015 - Wednesday

Das Wetter ist wieder sehr durchwachsen. Die trockenen Zeitspannen sind länger als die nassen. So besuchen wir heute Greifswald. Zbigniew kommt wieder mit und lernt dadurch auch einmal die Umgebung von Stahlbrode kennen. Der Marktplatz ist, wie auch in Stralsund, ein Mittelpunkt der Treffpunkte. Ähnlich aufgebaut und ebenso schön renoviert. Als wir ankommen, besuchen wir die Touristenzentrale hier und erfahren, dass wir eine Neonazidemonstration hier auf dem Marktplatz, inklusive Schlägerei mit der Polizei, um zwei Tage verpasst haben. Darüber sind wir überhaupt nicht unglücklich. Wir machen wieder einen ruhigen Stadtbummel. Da Simone die Orte hier sehr mag, beschließen wir, unseren Aufenthalt um einen Tag zu verlängern. doch erst einmal weiter durch Greifswald. Wir wollen zum Hafen.

The weather is very varied again. The dry time spans are longer than the wet ones. So today we visit Greifswald. Zbigniew comes along again and thereby he learns more about the area around Stahlbrode. The market place is, as well in Stralsund, a centre of the meeting places. Alike built and as nicely renovated. When we arrive, we visit the tourist centre here and hear that we have missed a neo-Nazi´s demonstration here on the market place, including a fight with the police, about two days. About that we are not unhappy at all. We take a quiet town stroll again. Because Simone likes the places here very much, we decide to extend our stay by one day. First of all we go on with our visit of Greifswald. We want to the harbour.

 

Der innere Hafen von Greifswald ist wirklich sehr schön. Industrieschifffahrt findet man hier gar nicht. Dafür eine Menge Traditionsschiffe. Für Liebhaber alter Schiffe ist das ein Genuss. Hier ist auch eine Traditionsschiffswerft beheimatet. Man kann den gesamten Hafen bis zur Ostsee abwandern. Das sind mehrere Kilometer. Die Uferbereiche werden immer weiter und besser begehbar gemacht. Irgendwann werden hier sicher auch einmal sehr viele Eigentumswohnungen entlang des Wasserlaufs entstehen. Dafür müssen aber noch einige Altbauten saniert oder abgerissen werden. Die Arbeiten schreiten voran. Für den Fischliebhaber liegen hier auch rustikale Fischkutter bereit, die frischen Fisch auch an Bord anbieten. Dabei sind die Preise hier realistischer als in Stahlbrode. Das Essen ist rustikal aber gut. Alles in allem ein ruhiger und angenehmer Tag ohne viel Niederschlag.

The inner harbour of Greifswald is very nice, really. Industrial shipping one does not find here at all. Therefor a lot of traditional ships. For lovers of old ships this is pleasure. A traditional shipyard is also resident here. One can walk along the harbour up to the Baltic Sea. These are several kilometres. The littoral zones are made on and on and better passably. One day many condominiums will originate here certainly also along the watercourse. For it some old buildings must be redeveloped or be broken off. The works goes on. For fish lover rustic fish trawlers are here located too. They offer fresh fish also aboard. Here, besides, are more realistic than in Stahlbrode. The meal is rustic but good. All in all a calm and fine day without any rain.

24. September 2015 - Thursday

Der Tag mit dem besten Wetter bisher. Bei strahlendem Sonnenschein fahren wir los. Hier in Stahlbrode fährt die Fähre regelmäßig nach Rügen und zurück. Das nutzen wir heute aus. Ein Tag auf der Insel Rügen. Zbigniew werkelt heute wieder an seinem Wochenendhaus. Nach dem Übersetzen nach Rügen kommen einige gut ausgebaute Straßen und viele schmale Landstraßen. Unser Ziel ist Kap Arkona im Norden der Insel. Auf unserem Weg treffen wir immer wieder auf Stände am Straßenrand. Die Auswahl verschiedener Lebensmittel ist gut. Die Preise nicht günstig. Wir können zwischen Obst, Gemüse und regionalen Produkten, besonders aus Sanddorn, wählen. Immer mal wieder treffen wir auch auf Stände, die alle Sorten von Weingummi anbieten. Auffällig ist uns der Staubsauger, der überall vorhanden ist. Den Stand hier im Bild treffen wir beim Cap Arkona - und sehen das erste Mal einen Staubsauger im Einsatz. Tatsächlich, mit dem Staubsauger wird zwischen Gummibärchen, deren Freunde und Verwandten herumgesaugt. Immer wieder werden hilflose Gummibärchen aus dem Leben gerissen - in einen Tod zwischen Staub, Schmutz und toten Artgenossen. Damit wird Flugsand entfernt, der sich dort bei Wind ansammelt. Eine sehr unhygienische Art und Weise! Jeder Mensch weiß, das auch klebriger Weingummi gerne Sand an sich bindet. Wer weiß, wo das Rohrende des Staubsaugers vorher im Einsatz war?! Die Wahrscheinlichkeit auf Rügen im Mund knirschende Weingummiteile mit unsichtbaren Staubsaugerrohrspuren zu erhalten ist also sehr groß. Hier wären geschlossene Verkaufsbehälter mehr als sinnvoll. Na, wem das schmeckt......

The day with the best weather up to now. With bright sunshine we start. Here in Stahlbrode the ferry goes regular to the island Rügen and back. Today we use this. One day on the island Rügen. Zbigniew goes on with his work in his small house and stays in Stahlbrode. After the cross over to Rügen some well builded roads and many small streets comes. Our destination is cape Arkona in the north of the island. On our way we meet stalls at the roadside from time to time. The choice of different food is good. The prices are not chaep. We can choose between fruit, vegetables and regional products, particularly from seabuckthorn. Again and again we meet stalls with all kind of fruit gum. The vacuum cleaner which exists everywhere is remarkable to us. We meet the stall on the picture with Cap Arkona - and see the first time a vacuum cleaner in action. Really, with the vacuum cleaner they vacuum around between jelly bears, their friends and relatives. Again and again helpless jelly bears are taken out of their lifes - into a death between dust, dirt and dead fellow species. With the cleaner they clean the jelly articles from flying sand, which comes here by the wind. A very unsanitary way! Everybody knows that also tacky jelly gums binds with pleasure sand to itself. Who knows where the tube end of the vacuum cleaner was before in use. The chance to get on Rügen crunching jelly parts with invisible vacuum cleaner pipe marks is very high. Here closed sales containers would be more sensibly. Well to whom this tastes......

Wir erreichen die Zufahrt zum Kap Arkona. Doch mit dem Auto kann man nicht mehr bis zum Cap fahren. Das damit verbundene große Verkehrsaufkommen ist nicht erwünscht und auch nicht sinnvoll. Ersatzweise fahren Busse und eine kleine Bahn auf der Straße zum Cap. Unser Auto lassen wir auf einem extra angelegten Besucherparkplatz. Dort kann man auch eine Pause nach der Anfahrt einlegen und sich mit Essen und Trinken stärken. Wir nehmen die Bahn. Beim öffnen der Wagentüren sollte man auf seine Beine aufpassen. Gleichzeitig beim Öffnen der Tür fährt unten eine Trittstufe heraus, um besser in den Wagen zu kommen. Steht man zu dicht am Wagen, erhält man einen Stoß vor das Schienenbein. Am Kap angekommen, ist es schwer einen Blick auf die Ostsee zu erhalten. Die Sicht ist einfach mit Büschen und Bäumen zugewachsen. Diese sind allerdings sehr wichtig. Es gibt hier inzwischen so starke Abbrüche des Ufers, das die alten Besucherwege nicht mehr begehen werden können bzw. bereits ins Meer gestürzt sind. Büsche und Bäume geben hier noch etwas Halt für die Böschung. Auch Künstler haben sich in dieser verkehrsfreien Zone niedergelassen. In dem Flachbau kann Kunst besichtigt und erworben werden.

We are reaching the approach to the Cap Arkona. It is not possible to drive direct to the cape. The big traffic with it is not welcome and not useful too. As a substitute coaches and a small tram drives to the cape. We leave our car on a specially invested visitor´s parking bay. There one can also take a break after the journey and strengthen himself with food and drinking. We take the tram. With open of the carriage doors one should pay attention to the legs. At the same time while opening the door a footstep comes out below to get better in the carriage. If one stands to close in front of the carriage, one receives a push against the shin bone. Reached the cape, it is hard to get a look at the Baltic Sea. The sight has simply overgrown with  bushes and trees. However, these are very important. Here are, in the meantime, so strong demolitions of the bankside which the old visitor´s ways cannot walked any more or have already fallen in the sea. Bushes and trees give here some hold for the embankment. Also artists have sat down in this vehicle-free zone. In the flat-roofed building art can be visited and buyed.

Auch die Gehwege bergen kleine Gefahren. Hier wurden die hochstehenden Steine einfach angemalt, um sie vom geraden Weg abzuheben. Als schneller Notbehelf eine durchaus gute Idee. Im Berg versteckt finden sich noch Überreste vergangener (Nazi-)Tage. Unter anderem ein Bunker, der auch besichtigt werden kann. Es ist aber sicher nur noch eine Frage von Jahren, bis die Erosion der Uferböschung das Bauwerk zur Seeseite freilegt und dieses gesichert werden muss. Auch andere Gebäude sind zu besuchen. Direkt oben auf dem bröckelnden Kap Arkona werden Reste einer sehr alten Festung oder ähnliches vermutet. Hier finden Ausgrabungen und Spurensuche statt. Der Bereich kann aus diesen Gründen und der Abbruchgefahr nicht betreten werden. Wir machen Rast in einem kleinen Restaurant/Café gleich beim Ankunftsplatz der Busse und Bahn beim Kap. Ein angenehmes Erlebnis. Hunde sind willkommen. Die stabilen Holzbänke sind mit Polsterauflagen versehen. Alles ist sehr gepflegt. Hier bekommt man Kleinigkeiten oder auch richtige Mahlzeiten. Alles nach Bedarf. Draußen ist es inzwischen windig und kühl geworden. Doch wir wollen noch versuchen, irgendwo runter an den Strand zu kommen.

Also the sidewalks hide small dangers. Here the higher standing stones were simply painted blue to make them more visible. As a quick stopgap an absolutely good idea. Hidden in the embankment rests of gone (Nazi-) days are found. Among the rests, a bunker which can also be visited. It is indeed only a question of years, until the erosion of the embankment exposes the building to the sea side and must be protected. Also other buildings are to be visited. Directly on top of the crumbling Cape Arkona rests of a very old fortress are supposed. Here excavations and searching for traces takes place. The area cannot be entered for these reasons and the demolition danger. We rest in a small restaurant/café just at the arrival place of the busses and train. A pleasant experience. Dogs are welcome. The stable wooden benches are equipped with upholstery. Everything is in a very good order. Here one gets small snacks or complete meals. What everyone likes. In the meantime, it has become windy and cool outside. However, we want to dry to come anywhere down to the beach.

Es klappt. Nach etwa einem halben Kilometer von der Haltestelle der Bahn in westlicher Richtung finden  wir einen Zugang abwärts zum Ostseestrand. Leider finden wir keine sichere Treppe vor. Der Zugang wurde aus kleinen Platten für eine Wegumrandung gebastelt. Diese sind senkrecht im Erdreich versenkt. Damit sie zur freien Seite nicht umklappen können, wurden hier alte Wasserrohrstücke senkrecht davor in die Erde geschlagen. Dann wurde die Seite zur Böschung mit Sand und Geröll auf gefüllt und festgeklopft. Etwas Holzgeländer und schon ist die "Treppe" zum Ufer fertig. Diese Treppe ist schon gefährlich ohne die Uferabbrüche und wenn man sie normal betritt. Der Abstieg wird vorsichtig vorgenommen. Jeder Schritt muss genau gesetzt werden. Die ganze Treppe ist schon stark der Erosion heimgefallen. Eine Reparatur wird nicht vorgenommen. Die irgendwann einmal festgeklopften Trittflächen sind teilweise zur Hälfte nicht mehr vorhanden und die Platten stehen allein senkrecht nach oben. In der Dunkelheit sollte man diesen Weg auf jeden Fall meiden. Wahrscheinlich ist es nicht erwünscht, das hier Leute herumlaufen. Loona muss getragen werden, denn sie will natürlich unbedingt mit. So geländegängig ist sie abwärts dann doch nicht. Unten angekommen, haben wir bei diesem Wetter natürlich eine herrliche Aussicht und erkunden den Strand. Die Abbruchkante ist deutlich zu sehen. Dort hängen auch Bäume, die sich gerade noch so halten können. In der Zukunft wird es hier immer wieder Uferabbrüche geben. Der Rückweg über besagte Treppe wird dann noch einmal interessant. Aufwärts lassen wir Loona jetzt selbst laufen. Mit ihren kurzen Beinen hat sie bei diesen Hindernissen sehr viel Mühe. Wir passen unsere Aufstiegsgeschwindigkeit Loona an. Es ist spannend zu beobachten, was sie sich alles einfallen lässt, um nach oben zu kommen. Einfach Klasse! Der Tag neigt sich dem Ende zu. Die letzte Bahn bringt uns zurück zu unserem Auto und wir machen uns auf den Heimweg. Es ist bereits wieder dunkel, als wir ankommen.

It works. After an half kilometer off the train station in westerly direction we find a way to go down to the beach. Unfortunately we find a stairway, but not a safe one. The "stairs" are made out of concrete slabs, which are sunk vertically in the earth. So that they cannot fall down to the free side, old water pipe pieces are hit here vertically in front of the slabs in the earth. Then the side to the  embankment was fillied with sand and small stones and hammered out. a simple wooden made handrail and the stairway to the beach is ready. This stairway is dangerous just without the demolition danger around here, only if one wants to go down by normal walking. The way down is carried out carefully. Every step must be exactly put. The whole stairway is enormous damaged by erosion. A repair is not planned. The sometime once hammered out treads are partial half of it not available and the slabs stand alone upwards. In the darkness one should avoid this way anyway. Probably it is not welcome that here people walk around. Loona must be carried, because she wants to come with us of course absolutely. On the way down Loona is not so cross-country. Arrived at the beach, we have a marvellous view and explore the beach. The escarpment is to be seen clear. There also hang trees which can just keep their position. In the future there will be bank demolitions again and again. Then the way back becomes interesting again. Upward we let Loona walk themselves. With these obstacles and her short legs Loona has a lot of troubles. We adapt our climb speed with Loona´s. It is to be observed excitingly what ways she find to climb upwards. Simply class! The day leans towards to the end. The last train brings us back to our car and we come along on the way home. It is already dark when we arrive.

25. September 2015 - Friday

Der Tag beginnt mit Spaß für uns alle. Beim ersten Spaziergang heute Vormittag trifft Loona wieder auf ein Tier, das sie noch nicht kennt - ein Eichhörnchen. Sie ist sofort voller Neugier, als sich das Eichhörnchen und Loona direkt auf dem Gehweg begegnen. Jagen kommt Loona gar nicht in den Sinn, aber die Neugier lässt sie zu schnell vorgehen. Das Eichhörnchen jagt den nächsten Baum aufwärts und wartet in sicherer Entfernung ab. Wir können es alle gut sehen. Auch Loona. So nehmen wir Loona kurz auf den Arm, damit sie etwas näher heran kommt und guten Blickkontakt halten kann. Es dauert wenige Minuten und Loona is zufrieden. Kein gefährliches Tier! Alles klar, wir können weiter. Heute wollen wir noch einmal nach Stralsund. Stadtbummel und danach am Hafen noch einmal schön Essen gehen. Es ist unser vorletzter Tag hier und Simone mag Stralsund als Stadt sehr. Also los.

The day begins with fun for all of us. With the first walk this morning Loona meets a animal she does not know yet - a squirrel. She is immediately of full curiosity when the squirrel and Loona meet directly on the walk way. Hunting does not come Loona to the sense at all, but the curiosity lets her go forward too fast. The squirrel runs the next tree upward and waits in a sure distance. We can see everything quite good. Loona too. So we lift Loona up on our arms, so that she comes a little closer and can hold good eye contact. It takes a few minutes and Loona is satisfied. No dangerous animal. Everything okay. We can go on. Today we want once again to Stralsund. Town strolls and afterwards go for a meal in the harbour again. It is our day before the last here and Simone likes Stralsund very much.

 

Der Stadtbummel verläuft wieder einmal sehr gut. Wir haben fast alles erledigt, als wir auf dem Marktplatz gegen 18:00 Uhr eine Ansammlung von Menschen treffen. Nach ein paar Worten wissen wir, es handelt sich um eine Demonstration gegen Neonazis. Auch Familien sind dabei. Wir erfahren von den Demonstranten, das die Neonazis in jeder Woche 3 - 4 Demonstrationen in den Städten Greifswald, Stralsund und Wismar vornehmen. Entsprechend haben die Gegendemonstranten zu tun. Wir erfahren aber auch, das es immer weniger Gegendemonstranten gibt. Das liegt daran, das diese von den Neonazis bei den Demonstrationen gefilmt und fotografiert werden. Im Anschluss an die Demo werden die Bilder von den Neonazis geprüft. Finden sie eine Identität heraus, bekommt derjenige ungebetenen Besuch zu Hause. Vorerst warten wir nun auf den hiesigen Minister mit Namen Sellering, der sich an dieser Demo beteiligen wollte. Der kommt dann auch und spricht einige Zeit gegen die hier verbreitete rechte Gesinnung. Die Presse macht noch ein paar Fotos und dann verabschiedet sich der Minister wieder. Die Menschen wandern nun weiter zum Theater von Stralsund. So war der Weg für heute genehmigt. Wir begleiten sie. Langsam kommt die Dämmerung. Die Trillerpfeifen und die lauten Sprechchöre sind überhaupt nicht für Loona´s Ohren.

The town stroll runs once again very well. We have done almost everything when we meet an assemblage of people on the market place around 18:00 o´clock. After a few words we know, it concerns a demonstration against Neo-Nazis. Also families are present. We hear about from the demonstrators that the Neo-Nazis carry out every week 3 - 4 demonstrations in the cities of Greifswald, Stralsund and Wismar. Accordingly the counterdemonstrators has to act. However, we also get to know that there are less and less counterdemonstrators. The reason is that every demonstrator and policeman are filmed by the Neo-Nazis. After the demonstration they check the foto material and if they find the identification of a person, they visit this person. First we are waiting for the local minister, named Sellering. He want to take part of this demonstration. Then he comes, speaks some words and waits until he is on a photograph. Then he disappears. Now the people walk to the theatre of Stralsund. This is the allowed way for today. We accompany them. Slowly the darkness fell. The thrill whistles and the loud chants are not at all for Loona´s ears.

Am Theater angekommen, bleiben wir noch kurz auf dem Theatervorplatz stehen. In diesen Momenten wird unser Weg, den wir gekommen sind von Autonomen blockiert. Die Straße vor dem Theater riegelt nun die Polizei ab. Wir kommen nicht mehr weg. Nun erfahren wir, das in wenigen Augenblicken die Neonazis die Straße entlang kommen sollen. Was für eine blöde Organisation, diese beiden Gruppen aufeinander treffen zu lassen. Inzwischen ist es dunkel geworden. Die Autonomen ziehen sich, bei bester Laune und direkt neben einem Mannschaftswagen der Polizei, ihre schwarze Kleidung an. Einschließlich der Sturmhauben zum Maskieren. Natürlich alles in schwarz. Dann kommen die Neonazis. Über 400 Personen. Kurz bevor sie den Platz vor dem Theater erreichen, verschwinden alle Familien mit ihren Kindern. Die Neonazis kommen so, wie man es bereits aus dem Fernsehen kennt. Doch nun sind wir live dabei. Mit "Heil Hitler"- Rufen, Arme recken und dem ganzen Scheiß. Eine Erfahrung, auf die wir hätten verzichten können. Die Neonazis filmen und fotografieren pausenlos alle Gesichter, die sie am Straßenrand vor die Kamera bekommen. Doch die eigentliche Gefahr lauert an unerwarteter Stelle. Zwischen dem Theater und den Neonazis. In den Gegendemonstranten! Etwa 2 - 3 Meter von uns entfernt, schlägt plötzlich ein Mann seiner Begleiterin ins Gesicht. Die Frau beschwert sich nicht, sondern steckt sich lieber eine Zigarette an. Der Mann schlägt erneut zu und die Zigarette fliegt mehrere Meter über die Straße.  Nun sehen wir auch die Schlagwaffe in seiner rechten Hand: Ein Fahrradsattel ohne Polster und Federn. Es bleibt nur eine Grundplatte des Sattels übrig. Daran ein Stahlrohr als Griff. Mit dieser Waffe kann man einfach und genau zwischen Schutzhelm und Schutzweste der Beamten schlagen. Von hinten.

As we reached the theatre, we still briefly stop on the theatrical forecourt. At these moments our way, on which we have come is blocked by autonomists. The street in front of the theatre is blocked by the police. We do not get away any more. Now we are informed, that the Neo-Nazis will come along this street in a few minutes. What a stupid organisation to let meet these two groups. In the meantime, it has been getting dark. The autonomous dress on, with the best mood and directly beside a personnel carrier of the police, their black clothes. Including the balaclavas to mask. Of course everything in black. Then the Neo-Nazis comes. More than 400 people. Briefly before they reach the place in front of the theatre, all the families with their children disappears. The Neo-Nazis come in that way we already knows it already from the television. However, now we are present live. With "Welfare Hitler" calls, arms up and all the whole shit. An experience which we could have renounced. The Neo-Nazis film and take photos continuously of all faces they get along the street. However, the real danger lurks at unexpected place. Between the theatre and the Neo- Nazis. Between the counterdemonstrators! About 2-3 metres from us, suddenly a man hits in the face of his companion. The woman does not complain. She lights a cigarette and the man hits again in her face. The cigarette flies several metres over the street. Now we also see the impact weapon in his right hand. A bicycle seat without upholsterers and feathers. Only the baseplate of the seat is left. In it a steel pipe as a clutch. With this weapon the man can hit simply and exactly between the helmet and the ballistic vest of the policemen. From behind.

Erst um 21:00 Uhr können wir unser Auto am Hafen erreichen. In Stralsund ist niemand auf den Straßen zu sehen. Die Bewohner sind in den Häusern in Deckung gegangen. Wir machen uns so schnell wie möglich auf den Heimweg nach Stahlbrode. Heute Abend hat die Ostseeküste in der Beliebtheit von Simone. Zu viele braune Flecken. Stellt man sich einmal vor, ein  Neonazi würde alles ablegen, was nicht national, in diesem Fall nicht deutsch ist. Was bliebe dann übrig? Genau, eine nackte Person! Irgendwie ist Neonazi eine Doppelmoral, die sich jede(r) nach seinem eigenem Interessen zurecht bastelt. Bei Doppelmoral sind immer alle schlechten Charaktereigenschaften ausgeprägt vertreten. Kurz von 22:00 Uhr sind wir zurück in Stahlbrode und berichten Zbigniew von unserem Erlebnis. Der hat nichts davon geahnt. Simone´s positive Ansicht von der schönen Ostsee hat einen erheblichen Schaden genommen.

Not until at 21:00 o´clock we can reach our car at the harbour. In Stralsund nobody is to be seen on the streets. The inhabitants have gone in the houses to cover. We come along as fast as possible on the way home to Stahlbrode. Tonight the popularity of the Baltic coast goes down in Simone´s mind. Too much brown spots. If one imagine once, a Neo-Nazi would lay down everything what is not national, in this case not "German" is. What would be left then? Exactly, a naked person!  Anyhow Neo-Nazi is a double standards which everybody cooks up to his own interest. With double standards all bad characteristics are represented always distinctively. Short before 22:00 o´clock we are back in Stahlbrode and report everything to Zbigniew about our adventure. He has anticipated nothing of it. Simone´s positive view of the nice Baltic Sea has taken a considerable damage.

26. September 2015 - Saturday

Nach dem Frühstück treffen wir uns mit Zbigniew´s Nachbar Dieter. Das Wetter ist bestens und wir legen mit Dieter´s Segler ab zu einer Reise zur Insel Rügen. Die "Magellan" hat etwa 9m Länge und ist sehr gut und gemütlich ausgebaut. Ein kleines und seltenes Schmuckstück. Das Focksegel ist gerade zur Wartung an Land. Wir müssen uns mit dem Großsegel begnügen. Was soll´s, der Weg zur Insel über die Meerenge ist nicht lang. Unser Ziel ist ein  kleiner Hafen an der Südseite der Insel - Puddemin. Unterwegs erzählt uns Dieter über das Vorkommen der Neonazis hier an der Küste. Da er bereits seit 1990 aus Hamburg kommend hier ist, kann er uns gut informieren. Dabei geht es auch viel um getarnt lebende Neonazis. Also Menschen, die nicht demonstrierend durch die Städte laufen. Sie sind überall verbreitet und verhalten sich bei Fremden unauffällig. Wir bekommen den Eindruck, dass das Vorkommen von Neonazis in der deutschen Politik erheblich unterschätzt wird. Loona macht die Reise ruhig mit. Natürlich musste sie erst einmal wieder das ganze Boot inspizieren.

After the breakfast we meet Zbigniews neighbour Dieter. The weather is fine and we start a trip with Dieter´s sailing yacht to the island Rügen. The "Magellan" has about 9m of length and is fine and comfortable build. A nice and rare piece of a boat. The fock sail is actually ashore for a repair. So we have only the main sail. However, the way to the island across the sound is not long. We want to reach a small harbour on the southern side of the island - Puddemin. On the way Dieter tells us about the Neo-Nazis here at the coast. He lives here since 1990, when he arrived from Hamburg. So he can inform us very well. Here are also a lot of hidden living Neo-Nazis. People which do not demonstrate in the towns. They are spread everywhere and behave with strangers unobtrusively. We get the impression that the number of Neo-Nazis is considerably underestimated by the German politics. Loona takes part in the trip quietly. Of course she had to check the whole boat first of all again.

Der östliche Wind bläst uns mit einer Windstärke von 3 Beaufort in eine nordwestlichen Richtung über die Meerenge nach Rügen. Dann kommen wir in den Bereich der Zufahrt nach Puddemin. Da der Ort nicht direkt an der Küste Rügens liegt, müssen wir uns durch eine oft flache Fahrrinne mit wenigen Fahrwassertonnen ein den Weg suchen. In Dunkelheit ist das hier nicht so einfach zu schaffen. Zwischen den Landmassen lässt dann auch sofort der Wind nach. Der Motor muss arbeiten. Mit langsamer Fahrt nähern wir uns unserem Ziel.

The easterly wind blows us with force 3 Beaufort in a northwesterly direction across the sound to Rügen. Then we reach the area of the entrance to Puddemin. This town do not lie on the coast of Rügen- We must pass a sometimes shallow fairway. In the darkness it would be not so easy to find the way. Between the shore areas the wind decreases immediately. Our engine must work. With a slow and save speed we come closer.

Bei strahlendem Sonnenschein und fast keinem Wind laufen wir in Puddemin ein. Hier wird ganz offensichtlich eine Anlegestelle für einen Fischkutter gebaut. Dann gibt es hier vielleicht in der nächsten Saison auch frischen Fisch zu kaufen. Loona kann sich endlich die Beine vertreten und andere Sachen erledigen. Natürlich wird auch wieder eine Runde getobt und gejagt. Das Wetter bleibt angenehm mild und wird hier an Land gleich wärmer. Auch hier finden sich Ferienwohnungen. Neue sind im Bau. Gleich am Hafen wartet ein nettes Restaurant auf uns. Das Restaurant ist modern, hell und mit Blick auf den Hafen. Das Essen ist gut und die Bedienung freundlich. So geht der Tag langsam weiter. Gleich nach dem Essen müssen wir wieder los.

With bright sunshine and nearly no wind we enter the harbour of Puddemin. Here a landing stage is built quite obviously for a fishing boat. Maybe one can buy fresh fish in the next season here. Finally Loona can go for a walk again and can do other important things. Of course she can frolic around for a while. The weather remains pleasantly mild and becomes immediately warmer here ashore. Also here holiday apartements are found. New ones are under construction. Straight at the harbour a nice restaurant waits for us. The restaurant is modern, bright and with a view to the harbour. The meal is good and the service friendly. So the day goes slowly by. Just after our meal we must leave the harbour.

Vorsichtig fahren wir wieder die flache Fahrrinne zurück. Der Wind reicht gerade so, um ganz langsame Fahrt zu machen. Kurz vor erreichen der Meerenge nimmt der Wind etwas zu. Der Landschutz fällt weg. Wir bleiben an der Inselküste und segeln in östlicher Richtung. Der Motor muss ab und zu helfen. Genau gegenüber von Stahlbrode liegt auf Rügen der Fährhafen der Fährlinie zwischen Stahlbrode und Rügen. Gleich östlich neben der Einfahrt liegt ein kleiner Yachthafen. Den laufen wir an, um Loona wieder eine Runde an Land zu gönnen. Der Hafen ist noch neu, aber wir haben noch nie einen so schlecht gebauten Hafen gesehen. Die Bootsanleger sind so gebaut, das man da lieber nicht anlegen möchte. Statt einer glatten Anlegefläche stehen direkt unter der Stegfläche kräftige Stahlträger heraus. Wehe dem Boot, das durch seine Größe oder Schwell darunter gerät. Der letzte Mist. Hier kann man kein Boot unbeaufsichtigt liegen lassen. Wir sehen uns um. Hier liegt auch KEIN Boot. Nach einer halben Stunde legen wir wieder ab. Der Abend kommt. Das kurze Stück nach Stahlbrode im Sonnenuntergang ist ein schöner Abschluss. Wir verabschieden uns von Dieter, denn morgen müssen wir uns wieder auf den Heimweg machen.

Carefully we drive the shallow fairway back. There is only enough wind to drive at a slow speed. Shortly before reaching the sound the wind decreases a little. The shore protection is lost. We stay on the island coast and sail in eastern direction. The engine must help from time to time. Exactly towards Stahlbrode lies the ferry harbour of the ferry service Stahlbrode - Rügen. Straight to the east there is a small yacht harbour. We enter this harbour to give Loona the possibility to go ashore. The harbour is quite new, but we never saw a so bad builded harbour. The boat bridge is build bad, so that a boat should better not berth here. Instead of a smooth berthing area strong steel beams stick out directly under the footbridge surface. Woe to the boat which gets by its size or swell under it. Such a shit. Here one can leave no boat unattended. We look around. There is no boat! After half an hour we leave the harbour. The evening comes. The short way back to Stahlbrode in the sunset is a nice end of a nice day. We say Goodbye to Dieter, cause tomorrow we have to go back home.

27. September 2015 - Sunday

Nach der Übergabe unserer Wohnung machen wir uns auf den Heimweg. Zbigniew will noch bleiben und an seinem Heim arbeiten. Simone hatte irgendwann einmal etwas von einem Gespensterwald bei Rostock an der Ostsee gelesen. Dort sollen die Bäume ins Meer fallen. Den wollen wir noch finden und besuchen. Den Wald gibt es wirklich. Er liegt westlich von Rostock am Ufer der Ostsee. Es gibt auch  einen Parkplatz für die durch den Namen angelockten Besucher. Ein bestens ausgebauter Weg führt dann direkt durch den Wald zur Ostsee. Doch ein gespenstisches Gefühl will uns nicht kommen. Die Bäume sind dünn und deshalb nicht unbedingt sehr alt, was man bei einem Gespensterwald eher erwartet. Der Wald reicht bis ans Ufer der Ostsee. Hier findet sich das erste und einzige Gespenstige: Die Bäume sind "gespenstig" kahl, was daran liegt, das sie durch das Wettergeschehen hier abgestorben sind und sie keiner gefällt hat. Zwischen den Bäumen ist es sehr aufgeräumt und ordentlich. So, als würde auch zwischen den Bäumen sauber gemacht werden. Fast kein Unterholz, kaum herab gefallene Äste und selbst der Strand ist sauber von den Spuren des Waldes befreit. Da kann sich nicht das kleinste Waldtier heimisch fühlen. Ein Touristenwald.

Alles in allem gar nicht gespenstig. Der Wald hat einfach nur die Eigenschaft, bis ans Meer zu reichen. Dabei fällt ab und zu ein bereits abgestorbenen Baum an der Abbruchkante um. Der wird dann auch gleich weggeräumt, damit alles wieder sauber aussieht. Ein zweiter Besuch muss nicht sein. Am frühen Abend sind wir dann wieder an Bord der "pacifico".

After our move-out we start our way home. Zbigniew will stay a little longer and go on with the work in his weekend house. Simone had read something about a ghost´s wood near Rostock on the Baltic Sea. There trees should fall into the sea. This wood we want to find and visit. There is the wood really. He lies to the west of Rostock on the shore of the Baltic Sea. There is also a parking bay. There is also a parking bay for visitors attracted by the name. Then a very well developed way leads directly through the wood to the Baltic Sea. However, a ghostlike feeling does not want to come to us. The trees are thin and, therefore, not old, what we had with a ghost´s wood expected. The wood reaches up to the coast of the Baltic Sea. Here the first and only ghostlike is found. The trees are bald "ghostlike" what is due that they have died by the weather events here and nobody cut them off. Between the trees it is cleared up very much and well-arranged. So as if somebody cleans between the trees too. Almost no undergrowth, hardly down fallen branches and even the beach is released cleanly from the marks of the wood. There the smallest forrest animal cannot feel at home. A tourist wood.

All in all not ghostlike. The wood has just the characteristic to reach up to the coast. From time to time a died tree fells down at he escarpment. This tree is also removed immediately, so that everything looks clean again. A second visit is not useful. At the early evening we are back on board of our "pacifico".

 

logbook 2015